Hector Berlioz · Saisonschwerpunkt

18 Konzerte mit Werken von Berlioz

16.1.2018
Hector Berlioz 3_2
Hector Berlioz · Schwerpunkt 2018-19 · 18 Konzerte

Die Wiener Symphoniker widmen in der Saison 2018-19 dem großen französischen Komponisten Hector Berlioz einen umfangreichen Schwerpunkt.

Als Österreich-Premiere werden dabei in insgesamt 18 Konzerten in Wien, Graz und Bregenz nahezu alle wichtigen Konzertwerke von Berlioz innerhalb einer Saison zu erleben sein.

Mit diesem ambitionierten Projekt will das Orchester das hierzulande noch immer nicht ausreichend gewürdigte Schaffen von Berlioz als herausragendem Vertreter der französischen Romantik einem breiten Publikum nahebringen. Zu erleben sind dabei viele der bedeutendsten Berlioz-Interpreten des gegenwärtigen Musiklebens: Chefdirigent Philippe Jordan leitet vier der sieben Konzertblöcke. Außerdem vertreten sind Bertrand de Billy, Francois-Xavier Roth und Stéfane Denève. Als Solisten werden unter anderen Weltstars wie  Thomas Hampson, Kate Aldrich, Bryan Hymel zu hören sein. 
Wenige österreichische Orchester haben sich so um das Werk Berliozs verdient gemacht wie die Wiener Symphoniker: Mehr als 300 Mal standen seine Werke bereits auf dem Spielzettel. Nie zuvor aber hat sich das Orchester in einer solchen zeitlichen und programmatischen Verdichtung dem Werk des großen französischen Komponisten gewidmet.

Erneuerer der symphonischen Musik des 19. Jahrhunderts

Berlioz (1803 -1869) zählt mit seiner 1830 uraufgeführten Symphonie fantastique neben Franz Liszt als einer der Väter der „Programmmusik“ und zu den großen Erneuern der symphonischen Musik des 19. Jahrhunderts. Als Autor der ersten großen Instrumentationslehre legte Berlioz zudem die wichtigen praktischen Fundamente für die Entwicklung des modernen Orchesters. 

Mittelpunkt eines romantischen Kreises 

„Berlioz ist für mich eine der faszinierenden Persönlichkeiten der Musikgeschichte überhaupt. Er war vielseitig interessiert als Mittelpinkt eines romantischen Kreises um Victor Hugo, Honoré de Balzac und Eugène Delacroix und als Komponist Autodiktat – und das hört man. Er klingt wie kein anderer Komponist,“ erklärt Philippe Jordan. „Er ist ein Meister der Klangfarben, aber fast noch spannender ist, wie alles ständig im Fluss ist. Nichts wiederholt sich bei ihm, jede musikalische Idee wird ständig weiterentwickelt. Und immer spürt man unter der Oberfläche diesen großen ungezügelten romantischen Impuls – das Sehnende, das Drängende, das Suchende – der immer wieder und ganz plötzlich eruptiv hervorbricht. Die großen Besetzungen und die hohen technischen und interpretatorischen Anforderungen bedeuten, dass viele seiner Werke nicht immer ständig auf dem Spielplan stellen. Dieses Projekt wird uns wirklich alles abverlangen.“

Berlioz-Fest

Zu hören sind beim Berlioz-Fest der Wiener Symphoniker 2018-19 insgesamt acht Werke. Neben mittlerweile fest im Spielplan verankerten Werken wie Le Damnation de Faust oder Harold en Italie sind dann auch absolute Raritäten wie das lyrische Melodram Lélio ou Le retour à la vie oder der Liederzyklus Les Nuits d'été zu hören. 
„Das Besondere an diesem Projekt für mich“, führt Intendant Johannes Neubert aus, „ist neben seinem Umfang vor allem seine außergewöhnlich hohe künstlerische Qualität. Das war nur möglich, weil hier wirklich alle Häuser an einem Strang ziehen – zur Bereicherung des Wiener Musiklebens. Ich hoffe sehr, dass das Publikum diese Chance ergreift, diese einmaligen Werke in einer selbst für Wien seltenen Konzentration von Spitzenmusikern zu hören.“

Konzert

Termine

Stephane Deneve
Musikverein Wien, Großer Saal
Denève, Capuçon / Ibert, Connesson, Berlioz, Respighi
Stephane Deneve
Musikverein Wien, Großer Saal
Denève, Capuçon / Ibert, Connesson, Berlioz, Respighi
Stephane Deneve
Musikverein Wien, Großer Saal
Denève, Capuçon / Ibert, Connesson, Berlioz, Respighi
Bertrand de Billy (c) Marco Borggreve
Musikverein Wien, Großer Saal
De Billy, Stancul / Berlioz, Ravel, Franck
Bertrand de Billy (c) Marco Borggreve
Musikverein Wien, Großer Saal
De Billy, Stancul / Berlioz, Ravel, Franck
Philippe Jordan (c) Johannes Ifkovits
Wiener Konzerthaus, Großer Saal
Jordan, Hampson, Rett / Mendelssohn Bartholdy, Berlioz, Schumann
Philippe Jordan (c) Johannes Ifkovits
Wiener Konzerthaus, Großer Saal
Jordan, Hampson / Mendelssohn Bartholdy, Berlioz, Schumann
Philippe Jordan (c) Julia Wesely
Musikverein Wien, Großer Saal
Jordan, Dubois, Sempey, Meyer, Singverein / Berlioz
Philippe Jordan (c) Julia Wesely
Musikverein Wien, Großer Saal
Jordan, Dubois, Sempey, Meyer, Singverein / Berlioz
Francois Xavier Roth (c) Marco Borggreve
Musikverein Wien, Großer Saal
Roth, Tamestit / Berlioz, Beethoven
Francois Xavier Roth (c) Marco Borggreve
Musikverein Wien, Großer Saal
Roth, Tamestit / Berlioz, Beethoven
Francois Xavier Roth (c) Marco Borggreve
Graz, Congress Graz, Stefaniensaal
Roth, Tamestit / Berlioz, Beethoven
Francois Xavier Roth (c) Marco Borggreve
Graz, Congress Graz, Stefaniensaal
Roth, Tamestit / Berlioz, Beethoven
Francois Xavier Roth (c) Marco Borggreve
Bregenz, Festspielhaus
Roth, Tamestit / Berlioz, Beethoven
Philippe Jordan (c) Johannes Ifkovits
Wiener Konzerthaus, Großer Saal
Jordan, Aldrich, Pirgu, Boesch, Volle, Opernschule, Singakademie / Berlioz "Damnation de Faust"
Philippe Jordan (c) Johannes Ifkovits
Wiener Konzerthaus, Großer Saal
Jordan, Aldrich, Pirgu, Boesch, Volle, Opernschule, Singakademie / Berlioz "Damnation de Faust"
Philippe Jordan (c) Johannes Ifkovits
Musikverein Wien, Großer Saal
Jordan, Hymel, Singverein / Berlioz Requiem
Philippe Jordan (c) Johannes Ifkovits
Musikverein Wien, Großer Saal
Jordan, Hymel, Singverein / Berlioz Requiem
Hector Berlioz
Der französische Komponist polarisierte

Hector Berlioz der Revoluzzer

Berlioz war, wagen wir den Vergleich, ein Revoluzzer im Stil unserer „68er“. Und mehr noch: Er wirkte als echter Revolutionär. Die Geschichte der Musik war eine andere nach seinem Auftreten.

Saisonbanner 2018_19
"Musik handgemacht"

Saisonbroschüre 2018-19

Mehr als 160 Konzerte, Opernaufführungen und Auftritte präsentieren die Wiener Symphoniker in der Saison 2018-19 unter dem Motto „Musik handgemacht“. Alle Abonnements der Wiener Symphoniker sind ab sofort im Verkauf.

Wiener Klang seit 1900

Geschichte des Orchesters

Die Wiener Symphoniker wurden 1900 unter dem Namen Wiener Concertverein zunächst mit dem Ziel gegründet, einerseits für die breite Öffentlichkeit erschwingliche Orchesterkonzerte zu veranstalten und andererseits den Bedarf an Ur- und Erstaufführungen damaliger zeitgenössischer Werke abzudecken.