Wiedersehen mit Fabio Luisi

Verdi: Requiem

12.7.2019
Fabio Luisi

Ein lang überfalliges Wiedersehen

Zu einer besonderen Begegnung kommt es beim ersten Orchesterkonzert der heurigen Bregenzer Festspiele. Erstmals seit November 2013 wird Fabio Luisi, der frühere Chefdirigent des Orchesters, wieder am Pult der Wiener Symphoniker stehen. Dass es ausgerechnet in Bregenz zu diesem historischen Wiedersehen kommt, ist kein Zufall: So war Bregenz von Anfang an ein wichtiger geographischer Bezugspunkt in der Beziehung zwischen Dirigent und Orchester. 321 Mal leitetet Luisi die Wiener Symphoniker seit 1993 bislang, über 50 Mal allein in Bregenz, der zweiten Heimat der Symphoniker. Hier im Festspielhaus arbeiteten im Juli 1993 Luisi und das Orchester bei der Aufführung von Umberto Giordanos Oper "Fedora" erstmals zusammen. Auch die zweite Zusammenarbeit im darauffolgenden Jahr bei der Produktion von Ricardo Zandonais Francesca da Rimini fand bei den Festspielen statt. Und als die Wiener Symphoniker Luisi nach gemeinsamen Konzerten im Musikverein Anfang des neuen Jahrtausends 2005 einstimmig als Nachfolger Vladimir Fedosejevs zum neuen Chefdirigenten wählten, fanden die ersten gemeinsamen Projekte – natürlich – wiederum bei den Bregenzer Festspielen statt.

Fabio Luisi

"Die Wiener Symphoniker waren großartig"

Am Programm stand damals bereits ein Werk des Komponisten, der nun auch beim Wiedersehen erklingt und eine weitere Konstante in der Beziehung zwischen Luisi und den Wiener Symphonikern darstellt: Giuseppe Verdi. Über 50 Mal standen dessen Werke am Programm der gemeinsamen Konzerte des ausgewiesenen Verdi-Fachmanns mit dem Orchester. Das mit Abstand meistgespielte Werk ist dabei der "Trobadour", deren Seeoperninszenierung Luisi als frischgebackener Symphoniker-Chef 2005 – und dann 2006 – leitete. Aber auch das Requiem, dieses Meisterwerk des oratorischen Konzertrepertoires, das heuer in Bregenz erklingt, haben Luisi und die Wiener Symphoniker bereits gemeinsam äußerst erfolgreich aufgeführt: im Juni 2010 im Wiener Musikverein. "Luisi war großartig: Was für ein Geschenk, dem Chef der Symphoniker bei seiner Arbeit zuschauen zu dürfen: diese Präzision, diese Elastizität in Sachen Motivation und Stimmenkoordination!", schrieb damals der begeisterte Kritiker des Standards. Und fuhrt fort: "Die Wiener Symphoniker waren großartig: Eben erst von einer zweiwöchigen Fernost-Tournee zurückgekehrt, agierten die Wiener mit Frische, Biegsamkeit, Genauigkeit und Klangschönheit."

Großartig wird das Wiedersehen sicher auch dieses Mal werden. Und dass die künstlerische Messlatte so hoch liegt, kann die Vorfreude nur weiter steigern.  

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