Ariane Matiakh

Im Aufwind

15.10.2019
ariane matiakh

Vielseitigkeit, Musikalität und technische Präzision, vor allem aber Natürlichkeit und ansteckende Leidenschaft sind die Markenzeichen der Dirigentin Ariane Matiakh.

Ihr Debüt bei den Wiener Symphonikern gibt Ariane Matiakh  am 28./29./30. Oktober bei den beliebten Grätzl-Konzerten mit einem mitreißend-beschwingten Programm mit u. a. Werken von Antonin Dvorák, Bedrich Smetana oder Jacques Offenbach.

Werdegang

Musikalisch hoch geschätzt wurde die junge Französin zur Generalmusikdirektorin der Oper und Staatskapelle Halle im Herbst 2019  ernannt. Als Tochter zweier Opernsänger ist die Französin in einem überaus musikalischen Umfeld großgeworden und lernte früh das Klavierspiel. Sie studierte Orchesterdirigat in Wien, eine Zeit an die sie sich gerne zurückerinnert.

Erinnerungen an die Studienjahre in Wien

Ariane Matiakh : "Es war sicherlich die wichtigste Zeit meines bisherigen Musikerlebens. Das Studium dort hat mich stark geprägt und vielseitig beeinflusst." "In Wien habe ich unglaublich viel über Musikgeschichte gelernt und meine Liebe zu musikalischen Details vertieft, mein Wissen über Aufführungspraxis erweitert und interpretatorische Ausarbeitungen entwickelt. Meine Professoren (u.a. Leopold Hager, Ervin Acél, Yuji Yuasa, Erwin Ortner) haben mir so viele Kenntnisse vermittelt und mein Gespür für Musik geprägt, das hat mich musikalisch und als Mensch unglaublich bereichert. Ich habe so viele schöne Erinnerungen an Wien und habe aus dieser Zeit noch viele Freunde, die mich seither durchs Leben begleiten. Nach Wien zu kommen ist auch immer ein bißchen, wie nach Hause zu kommen. "  

 

Ariane Matiakh in studientagen
Ariane Matiakh in Studientagen mit Seiji Ozawa. 

Erste Erfahrungen im Opernbereich sammelte sie als Assistentin an der Opéra de Montpellier, wo sie u.a. intensiv mit James Conlon, Armin Jordan, Emmanuel Krivine und Alain Altinoglu zusammenarbeitete. Es folgten Engagements an der Komischen Oper Berlin, dem Königlichen Opernhaus Stockholm, nach Amsterdam, Göteborg, Graz, Nizza, Straßburg und Halle.

2009 wurde sie als „Discovery of the Year“ für Frankreichs wichtigsten Musikpreis „Révélation des Victoires de la musique“ nominiert. Seit September 2018 hat Ariane Matiakh eine Professur am Conservatoire national supérieur de musique et de danse de Paris inne. 

 

 

Konzert

Ariane Matiakh - International gefragt

Ariane Matiakhs Repertoire erstreckt sich heute von zahlreichen Opern über ein breites Spektrum an symphonischen Werken und Balletten bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen und der Musik des Barock. Als Gastdirigentin wird sie von führenden Klangkörpern eingeladen, so vom RundfunkSinfonieorchester Berlin, dem Schwedischen Radiosinfonieorchester, der Dresdner Philharmonie, der Staatskapelle Halle, den Sinfonieorchestern des WDR und MDR, dem Orchestre du Capitole de Toulouse, dem Orchestre de chambre de Paris und dem Orchestre Philharmonique de Strasbourg. In der Saison 2019-20 wird sie u.a. ihr Debüt bei den Wiener Symphonikern, beim Philharmonischen Staatsorchester Hamburg in der Elbphilharmonie und beim Orchestre Philharmonique de Radio France geben. Für eine Produktion von „La Bohème“ gastiert sie in London (Royal Opera House) und mit „Carmen“ in Oslo (De Norske Opera). Wiedereinladungen führen sie zudem an die Opéra du Rhin in Starßburg mit einer Neuproduktion von „Samson et Dalila“ und zum Schwedischen Radiosinfonieorchester.

Ariane Matiakhs Diskographie spiegelt auch ihre Vielseitigkeit und Freude an musikalischen Entdeckungen wider.

Für das Label Capriccio entstanden Aufnahmen der Werke Johanna Doderers, eine CD mit Musik von Francis Poulenc und Jean Françaix, sowie eine Einspielung der beiden Klavierkonzerte von Zara Levina mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, die für den Grammy 2018 nominiert war. Aus einer weiteren Zusammenarbeit mit dem RundfunkSinfonieorchester Berlin entstand eine CD mit Werken von Harald Genzmer, Ermanno Wolf Ferrari und Richard Strauss. Bei Berlin Classic erschien zudem eine Aufnahme mit Klavierkonzerten von Clara Schumann und Ludwig van Beethoven, eingespielt von Ragna Schirmer und der Staatskapelle Halle.

 

Termine:

F23 Graetzl Konzert
Wien, F23.wir.fabriken
Matiakh, Pilz
Grätzl-Konzert 11
Wien, Simm City, Festsaal Simmering
Matiakh, Pilz
Geblergasse Hernals
Wien, Reaktor
Matiakh, Pilz