Gioachino Rossini · Guillaume Tell

Theater an der Wien · Opernpremiere 13. Okt 2018

5.10.2018
Oper von Gioachino Rossini

Theater an der Wien & Wiener Symphoniker: Diese Kombination ist seit der Wiedereröffnung des Theaters als Opernhaus im Jahr 2006 ideal. Sorgen doch die Wiener Symphoniker regelmäßig bei zwei Produktionen für den guten (Oper-)Ton an der Wien. So auch in der Saison 2018 – 19, in der das Orchester an zwei bemerkenswerten Projekten mitwirkt und dabei indirekt auf den Spuren Friedrich Schillers wandelt. 

Guillaume Tell ·  Letztes Bühnenwerk des Meisters

GIOACCHINO ROSSINI Oper

Bereits am 13. Oktober feiert Guillaume Tell von Gioachino Rossini Premiere. Diese Oper in vier Akten ist das letzte Bühnenwerk des Meisters aus Pesaro (1792–1868) und wurde 1829 in Paris uraufgeführt. Danach zog sich der hoch geehrte und finanziell mehr als abgesicherte Künstler vom Komponieren weitgehend zurück und widmete sich vor allem der Kochkunst (und dem Essen). Wie bei für Paris konzipierten Werken damals üblich, musste Rossini auch bei Guillaume Tell Zugeständnisse an das dortige Publikum machen und seine Freiheitsoper als „Grand opéra“ (also etwa inklusive Ballettmusik) anlegen. 

Vorlage Wilhelm Tell von Friedrich Schiller

Willhelm Tell Friedrich Schiller

Gioachino Rossini hat selten eine literarisch so gewichtige Vorlage wie in seiner letzten Oper verarbeitet: Friedrich Schillers Drama Wilhelm Tell (1804) war als Auseinandersetzung mit der Französischen Revolution entstanden und diente 1829 dem vermeintlichen Komponisten der Restauration als Anregung für eine hellsichtige Studie über Unterdrückung, über die Entstehung politischen Handelns und Heldentum. Und das kurz vor der zweiten französischen Revolution: Im Juli 1830 verlor wieder ein Bourbone den Thron.

Konzert

Rossini-Spezialist Diego Matheuz

Diego Matheuz (c) Lucas Dawson

Doch ging es Rossini bei seiner Vertonung von Friedrich Schillers Drama auch um größtmögliches Schweizer Lokalkolorit. Nicht nur der Einsatz von Kuhglocken dokumentiert dies sehr schön. Zum Läuten der Glocken haben die Wiener Symphoniker mit Diego Matheuz einen ausgewiesenen Rossini-Spezialisten an ihr Pult gebeten – einem musikalisch packenden Freiheitsdrama steht somit nichts im Weg.

Peter Jarolin

Termine
Diego Matheuz (c) Carlos Vargas
Theater an der Wien
Matheuz / Rossini "Guillaume Tell"
Diego Matheuz (c) Carlos Vargas
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Matheuz / Rossini "Guillaume Tell"
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Wiener Symphoniker Gründungsfoto
Wiener Klang seit 1900

Geschichte des Orchesters

Die Wiener Symphoniker wurden 1900 unter dem Namen Wiener Concertverein zunächst mit dem Ziel gegründet, einerseits für die breite Öffentlichkeit erschwingliche Orchesterkonzerte zu veranstalten und andererseits den Bedarf an Ur- und Erstaufführungen damaliger zeitgenössischer Werke abzudecken.

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Wiens jüngstes und zugleich ältestes Opernhaus

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Das Theater an der Wien bezaubert seit über zwei Jahrhunderten durch seine hervorragende Akustik und das authentische, intime Ambiente und zählt zu den schönsten und traditionsreichsten Bühnen in Wien. Sie stellt bewusst einen wechselseitigen Bezug zu seiner lebendigen Umgebung her.

Wiener Symphoniker Generalprobe (c) michaelmazohl
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Seit Jahrzehnten bietet das Programm der Wiener Symphoniker auch eine illustre Solistenparade. So wird als Alternative zum Kommen und Gehen namhafter Virtuosen ein zyklusübergreifender Ansatz mit Artists in Residence angeboten und bringt nicht nur neue Erfahrungen für Interpret und Publikum.