Saison 2021-22

Puls der Stadt

Puls der Stadt - Die Spielzeit 2021–22 der Wiener Symphoniker

Unter dem Motto „Puls der Stadt“ widmen sich die Wiener Symphoniker in der Spielzeit 2021–22 gezielt Wien und der Begegnung mit den Menschen dieser Stadt. Zusätzlich zu den Konzerten im Wiener Konzerthaus und im Musikverein Wien, die das Rückgrat des Orchesters bilden, bewegen sich die Wiener Symphoniker auf bisher unbegangenen Pfaden in und durch ihre Stadt. Neue Formate und neue Spielstätten zeugen vom Selbstverständnis des Orchesters, Musik allen Menschen zugänglich machen zu wollen und dabei Neues entstehen zu lassen. Mit 116 Konzerten in Wien ist das Orchester an 13 Spielstätten präsent. Neu dabei sind etwa der Stephansdom mit einem Adventkonzert, der Prater mit einem Open-Air-Konzert zum Schulschluss und das Kunsthistorische Museum Wien mit der neu geschaffenen Kammermusik-Serie.

Chefdirigent Andrés Orozco-Estrada

In seiner zweiten Spielzeit als Chefdirigent der Wiener Symphoniker wird Andrés Orozco-Estrada mehr als 60 Konzerte leiten. Dabei legt auch er einen klaren Fokus auf Wien, in dem er Schwerpunkte auf Wiener Komponisten und Werke legt. Neben Joseph Haydn – einer der zentralen Komponisten in der Arbeit Orozco-Estradas – prägt Gustav Mahler – u. a. mit der Aufführung seiner Ersten und seiner Dritten Symphonie die Saison. „Der Kongress tanzt“ heißt es bei der Beethoven-Akademie von 1814, bei der neben dessen Siebter Symphonie auch die Kantate „Der glorreiche Augenblick“, und „Wellingtons Sieg oder Die Schlacht bei Vittoria“ im Wiener Konzerthaus gespielt werden wird. Nachdem alle Tourneen in der Vorsaison pandemiebedingt abgesagt werden mussten, werden Andrés Orozco-Estrada und die Wiener Symphoniker in der Spielzeit 2021–22 neben Gastspielen in Budapest und Frankfurt auch auf Tourneen durch Österreich (Graz, Salzburg, Bregenz), Europa (Spanien, Frankreich, Deutschland), sowie zu einer großen Asien-Tournee mit Rudolf Buchbinder aufbrechen (Taiwan, China, Korea).

AOE (c Julia Wesely)

Künstlerische Schwerpunkte

Neben den zentralen Stücken der Klassik und der Romantik sind Werke aus der Gründungszeit des Orchesters und danach fest im Repertoire verankert. „Wir betrachten das Œuvre von Alexander von Zemlinsky, Alban Berg, Anton Webern oder Erich Wolfgang Korngold als identitätsstiftend für uns“ hält Intendant Jan Nast an der im Vorjahr begonnenen Auseinandersetzung mit der Gründungsepoche der Wiener Symphoniker fest. Zemlinskys Sechs Gesänge nach Gedichten von Maurice Maeterlinck, Anton Weberns Im Sommerwind, Korngolds Märchenbilder oder Alban Bergs Violinkonzert Dem Andenken eines Engels mit Vilde Frang finden sich im Programm der nächsten Spielzeit.

Mit Martin Grubinger wird ein langjähriger künstlerischer Partner des Orchesters die Rolle des WSY-Artist einnehmen. Unter der musikalischen Leitung des Komponisten selbst spielt Grubinger Tan Duns The Tears of Nature sowie Kalevi Ahos Siedi und Avner Dormans Frozen in Time, das Martin Grubinger bereits mehr als 130 Mal interpretiert hat.

Eine langjährige Partnerschaft verbindet das Orchester auch mit dem Festival Wien Modern. 2021 werden die Wiener Symphoniker das Abschlusskonzert des Festivals unter der musikalischen Leitung Beat Furrers spielen. Dabei kommen nicht nur sein Konzert für Violine und Orchester und ein Neues Orchesterwerk zur Aufführung, sondern auch Milica Djordjevićs Quicksilver für großes Orchester.

Gemeinsam mit dem Wiener Konzerthaus wurde Johannes Maria Staud mit einem Kompositionsauftrag für die Saison 2021–22 beauftragt. Sein Werk für Sopran und Orchester, dem Staud Gedichte des amerikanischen Lyrikers Williams Carlos Williams zugrunde legt, wird am 17. Februar 2022 unter der musikalischen Leitung von Andrés Orozco-Estrada und mit Sopranistin Andrea Carroll uraufgeführt.

Neu: Kammermusik im Kunsthistorischen Museum Wien

In Kooperation mit dem Kunsthistorischen Museum Wien laden Ensembles der Wiener Symphoniker ins Museum. Jeder Abend wird von einer exklusiven Führung zu ausgewählten Exponaten begonnen und anschließend im Konzert auch musikalisch eingeordnet. Die Kammermusik-Konzerte finden im Bassano-Saal des Museums statt. Im Preis sind Museumseintritt, Konzertbesuch sowie eine exklusive Führung inkludiert.

Kammermusik in der Saison 21-22 (c) David Payr

Die Wiener Symphoniker als Opernorchester

Mit Arrigo Boitos Oper Nero eröffnen die Wiener Symphoniker im Juli 2021 die 75. Bregenzer Festspiele. Neben der Wiederaufnahme des Rigoletto auf der Seebühne wird Andrés Orozco-Estrada eine halbszenische Aufführung des Rheingold im Festspielhaus leiten. An Wagner orientierte sich auch Alfredo Catalani in seiner Oper La Wally, die auf dem Spielplan des Theater an der Wien steht. In einer Inszenierung von Barbora Horáková und unter Leitung von Chefdirigent Andrés Orozco-Estrada werden die Wiener Symphoniker insgesamt sechs Mal im Graben des Opernhauses an der Linken Wienzeile spielen.

Erstmals in der Orchestergeschichte werden die Wiener Symphoniker im Volkstheater zu Gast sein. Dort wirken sie an der Aufführung von Ragnar Kjartanssons Stück Der Klang der Offenbarung des Göttlichen mit, für das Kjartan Sveinsson, ein ehemaliges Mitglied der berühmten isländischen Postrock-Band Sigur Rós, die aufwändige Musik geschrieben hat.

Aus Young Symphony wird Open Symphony

Der Entwicklung der vergangenen Jahre folgend, wird das Musikvermittlungs-Programm der Wiener Symphoniker „Young Symphony“ in „Open Symphony“ umbenannt. Mit mehr als 40 Workshops, 45 Konzerten und zahlreichen weiteren Angeboten bieten die Wiener Symphoniker jährlich tausenden Kindern, Schülern, Familien und Erwachsenen erste, tiefergehende oder auch unerwartete Berührungsmöglichkeiten mit klassischer Musik. Neu in der Saison 2021­­–22 sind die Käfigkonzerte in Wiens Fußball- und Spielkäfigen, die in Zusammenarbeit mit dem Kulturverein ARGE Henriette organsiert werden. Zum zweiten Mal wird der von Andrés Orozco-Estrada initiierte Nachwuchspreis WSY-Talent ausgelobt, der in Kooperation mit dem Jugendmusikwettbewerb „prima la musica“ ausgezeichneten Nachwuchsmusiker:innen Gelegenheit gibt, Solowerke mit den Wiener Symphonikern einzustudieren und im Mozart-Saal des Wiener Konzerthauses öffentlich aufzuführen.

Abonnements & Service

Neben den von der Gesellschaft der Musikfreunde veranstalteten Zyklen im Musikverein, den Auftritten als Opernorchester im Theater an der Wien und als Orchestra in Residence der Bregenzer Festspiele bieten die Wiener Symphoniker auch in diesem Jahr wieder eigene Zyklen in Kooperation mit der Wiener Konzerthausgesellschaft an. Neben dem Zyklus „Wiener Symphoniker“ finden die erfolgreichen Matineen mit Barbara Rett, die 19:00-Konzerte Fridays@7, sowie die feierlichen Festkonzerte und die erfolgreiche Musikvermittlungs-Reihe Vorhören! ihre Fortsetzung. Neu ist die achtteilige Kammermusik-Reihe im Kunsthistorischen Museum Wien. Das Kammermusik-Abonnement gibt es auch als Wahlabo mit 6 oder 4 Konzerten in der Saison.

Alle Abonnements der Wiener Symphoniker können über unsere Website sowie über das Ticket- und Service-Center des Wiener Konzerthauses unter 01/242002 oder ticket@konzerthaus.at gebucht werden.

Die Saisonbroschüre findet sich online und kann bei Interesse unter office@wienersymphoniker.at bestellt werden.

Neu: Erstmals präsentieren die Wiener Symphoniker in Kooperation mit dem Weingut Wieninger zwei Saisonweine. „Zemlinsky“ (Wiener Trilogie) und „Ziehrer“ (Wiener Gemischter Satz DAC) sind ab September 2021 im neuen Online-Shop des Orchesters erhältlich.


Abonnements 2021–22

Kammermusik in der Saison 2122 (c) David Payr
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Kammermusik-Konzerte der Wiener Symphoniker
Kammermusik in der Saison 2122 (c) David Payr
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Wahlabonnement 6 aus 8: Kammermusik-Konzerte der Wiener Symphoniker
Kammermusik in der Saison 2122 (c) David Payr
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Wahlabonnement 4 aus 8: Kammermusik-Konzerte der Wiener Symphoniker
Martin Grubinger (c) Simon Pauly
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Yuja Wang (c) Julia Wesely
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