Lahav Shani

Erster Gastdirigent

Der israelische Dirigent und Pianist Lahav Shani wurde 2013 mit dem ersten Preis des bedeutenden Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerbs der Bamberger Symphoniker ausgezeichnet; er beeindruckte mit seiner erstaunlichen Reife und seiner natürlichen, instinktiven Musikalität.

Stationen seiner Karriere

Nach dem Wettbewerb wurde Lahav Shani eingeladen, die Spielzeit 2013/14 des Israel Philharmonic Orchestra zu eröffnen ─ in sieben Konzerten in Tel Aviv, Jerusalem und Haifa, in welchen er Mahlers 1. Sinfonie dirigierte und Bachs Klavierkonzert in d-Moll vom Klavier aus leitete. Unmittelbar nach diesen Konzerten folgte eine Einladung für vier Wochen über die nächsten zwei Spielzeiten. Seine enge Beziehung zu dem Israel Philharmonic Orchestra begann 2007, als er Tschaikowskys Klavierkonzert unter der Leitung von Zubin Mehta interpretierte. 2010 wurde die Zusammenarbeit fortgesetzt, als Lahav Shani an der Far East Tour dieses Orchesters, unter der Leitung von Zubin Mehta, in Asien teilnahm, wo er als Solopianist, Dirigierassistent und Kontrabassist zu erleben war.

2012 gab er sein Debüt als Dirigent mit dem Konzerthausorchester Berlin. Im Juli 2013 debütierte er in China als Pianist mit Rachmaninows drittem Klavierkonzert und als Dirigent mit dem Shenzhen Symphony Orchestra. Nach seinem Erfolg beim Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerb erhielt Lahav Shani Einladungen, als Dirigent mit bedeutenden Orchestern zu arbeiten, darunter mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem niederländischen Radio Filharmonisch Orkest, dem Gürzenich-Orchester Köln, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, den Bamberger Symphonikern, den Düsseldorfer Symphonikern und dem Sinfonieorchester Basel, außerdem kehrte er zum Konzerthausorchester Berlin zurück.

Erster Gastdirigent seit 2017-18

Im August 2016 wurde Shani als neuer Chefdirigent des Rotterdams Philharmonisch Orkest bekanntgegeben. Er übernimmt diese Position von Yannick Nézet-Séguin in September 2018 und wird somit zum jüngsten Chefdirigent in der Geschichte des Orchesters. In der Saison 2020/21 übernimmt Lahav Shani die Künstlerische Leitung des Israel Philharmonic Orchestra als Nachfolger von Zubin Mehta und wird ab der Saison 2019/20 Music Director Designate des Orchesters. Nach einer Reihe von Auftritten mit den Wiener Symphonikern seit seinem Debüt im Mai 2015, einschließlich einer großen Europatournee im Januar 2016, wurde er in der Spielzeit 2017-18 zum Ersten Gastdirigenten ernannt.

Lahav Shani wurde 1989 in Tel Aviv geboren. Im Alter von sechs Jahren erhielt er seinen ersten Klavierunterricht bei Hannah Shalgi und setzte seine Ausbildung bei Prof. Arie Vardi an der Buchmann-Mehta School of Music in Tel Aviv fort. Zurzeit absolviert er sein Dirigierstudium bei Prof. Christian Ehwald und sein Klavierstudium bei Prof. Fabio Bidini an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« in Berlin. In den letzten Jahren wurde er außerdem von Daniel Barenboim betreut.

Lahav Shani nahm an Meisterklassen verschiedener Pianisten teil, darunter András Schiff und Claude Frank. Zusätzlich zu seinem Klavierstudium studierte er Kontrabass bei Teddy Kling, erster Kontrabassist im Israel Philharmonic Orchestra, außerdem spielte er mit mehreren Orchestern unter der Leitung von Zubin Mehta, Daniel Barenboim, Gustavo Dudamel und Kurt Masur.

Darüber hinaus ist Lahav Shani festes Mitglied des Young Musician Educational Program des Jerusalem Music Centers. Zwischen 2000 und 2010 war er Stipendiat der America-Israel Cultural Foundation, später der Ronen Foundation. 2010 erhielt er ein Stipendium der Zfuon Tarbut Organization, in den letzten zwei Jahren erhielt er eine Förderung der Daniel Barenboim Stiftung und der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin, welche von Unit4 zur Verfügung gestellt wurden.

Konzerttermine mit Lahav Shani
Lahav Shani (c) Marco Borggreve
Wiener Konzerthaus, Großer Saal
Shani / Weber, Beethoven, Schumann
Lahav Shani (c) Marco Borggreve
Wiener Konzerthaus, Großer Saal
Shani / Weber, Beethoven, Schumann
Lahav Shani (c) Marco Borggreve
Musikverein Wien, Großer Saal
Shani, Gerstein / Brahms, Mozart, Liszt
Lahav Shani (c) Marco Borggreve
Musikverein Wien, Großer Saal
Shani, Gerstein / Brahms, Mozart, Liszt
Lahav Shani (c) Marco Borggreve
Musikverein Wien, Großer Saal
Shani, Gerstein / Brahms, Mozart, Liszt
Philharmonie Essen (c) Vinken Frank
Essen, Philharmonie
Shani, Armstrong / Brahms, Mozart, Liszt
Philharmonie am Gasteig (c) Matthias Schoenhofer
München, Philharmonie am Gasteig
Shani, Armstrong / Brahms, Mozart, Liszt
Mozartsaal Rosengarten Mannheim (c) m:con / Eduardo Perez
Mannheim, Rosengarten
Shani, Armstrong / Brahms, Mozart, Liszt
les-theatres-grand-theatre-de-provence
Aix-en-Provence, Grand Théâtre de Provence
Shani, Capuçon / Dukas, Ravel, Chausson
Frühling in Wien 2019
Wiener Konzerthaus, Großer Saal
Shani, Capuçon / Frühling in Wien
Frühling in Wien 2019
Wiener Konzerthaus, Großer Saal
Shani, Capuçon / Frühling in Wien
Chefdirigent Philippe jordan (c) Julia Wesely
Chefdirigent

Philippe Jordan

Der gebürtige Schweizer Philippe Jordan ist seit der Saison 2014-15 der fünfzehnte Chefdirigent der Wiener Symphoniker und zählt zu den etabliertesten und gefragtesten Dirigenten seiner Generation. 

Andrés Orozco-Estrada2 (c) Martin Sigmund
Designierter Chefdirigent

Andrés Orozco-Estrada

Andrés Orozco-Estrada wird ab der Spielzeit 2021-22 Chefdirigent der Wiener Symphoniker. Schon in der Saison 2020-21 wird er als Designierter Chefdirigent mit dem Orchester zusammenarbeiten.

Georges Prêtre
Tiefe Verbundenheit

Ehrendirigenten

Dass es sich bei Prêtre-Konzerten nicht um „herkömmliche“ Konzerte handelte, steht außer Zweifel und als Wolfgang Sawallisch 2005 aus gesundheitlichen Gründen seine aktive musikalische Laufbahn beendete, ging wahrhaft eine Ära zu Ende.