Pierre-Laurent Aimard

Artist in Residence 2015-16

Nikolaus Harnoncourt bezeichnete ihn als "eine Mischung aus interpretatorischen Genie und Wahnsinn", in einer Konzertkritik in den Los Angeles Times konnte man über ihn lesen, er sei "ein Pianist der Ausleuchtung und Farbe; er stellt alles, was er spielt, klarund lebendig dar". Es besteht kein Zweifel: Pierre-Laurent Aimard ist einer der interessantesten, feinsinnigsten und gleichzeitig radikalsten Pianisten unserer Zeit.


Schon früh geriet der immer Neugierige und Suchende mit neuer und neuester Musik in Kontakt. Im Alter von nur zwölf Jahren wurde er Olivier Messiaen vorgestellt, als dessen bevorzugter Interpret seiner Musik er sich später etablierte. Aufgrund dieser und weiterer Begegnungen mit den herausragendsten Komponisten der Gegenwart gilt Pierre-Laurent Aimard als eine der Schlüsselfiguren in der zeitgenössischen Musik. So war er nicht nur über 18 Jahre zu Beginn seiner Karriere als Pianist des von Pierre Boulez geleiteten Ensemble Intercontemporain tätig, sondern arbeitete auch mehr als 15 Jahre eng mit György Ligeti zusammen, dessen Klavierwerk er zur Gänze einspielte. Seien es Klavierkonzerte von Arnold Schönberg, Béla Bartók und Maurice Ravel oder Klavierkammermusik von Charles Ives, György Ligeti und Pierre Boulez: Stets verstand es der französische Pianist den Zuhörern durch sein ebenso klares, wie feinfühliges Spiel, selbst die sperrigsten Stücke näherzubringen. Im so genannten Standardrepertoire feierte Aimard ebenfalls triumphale Erfolge, wobei er mit führenden Dirigenten wie Pierre Boulez, Nikolaus Harnoncourt, Sir Simon Rattle, Seiji Ozawa, Christoph von Dohnányi, Jonathan Nott oder Franz Welser-Möst auftrat.

Als Artist in Residence widmet sich Pierre-Laurent Aimard in der Saison 2015-16 gemeinsam mit den Wiener Symphonikern und Philippe Jordan einem anderen, radikalen Erneuerer der Musikgeschichte: Ludwig van Beethoven und seinen fünf Klavierkonzerten. Angefangen bei den ersten beiden Konzerten op. 15 und op. 19, welche noch eine überbordende Spielfreude ganz in der Tradition des damalig vorherrschenden Solistenkonzerts zeigen, bis hin zum Fünften op. 73 in seinem vollkommen neuartigen, symphonisch gehaltenen Stil, zeigen die Klavierkonzerte eindrücklich die ungeheuerliche Radikalität in der Entwicklung von Beethovens Kompositionsweise. Diese Radikalität und der unbändige Drang des Komponisten nach neuen musikalischen Ausdrucksformen werden im Zentrum der Auseinandersetzung von Pierre-Laurent Aimard, Philippe Jordan und den Wiener Symphonikern mit den Klavierkonzerten stehen. Ganz besonders, wenn diesen am selben Abend jeweils eines der großen Orchesterwerke Béla Bartóks gegenübergestellt wird. Und als spezielles „Schmankerl“ wird Aimard überdies im Rahmen des Zyklus Kammerkonzerte mit Philippe Jordan und Musikern der Wiener Symphoniker zu erleben sein.

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Artist in Residence 2018-19

Nikolaj Szeps-Znaider

Für Die Presse ist er „der beste Geiger der Welt":  Nikolaj Szeps-Znaider ist in der Konzertsaison 2018-19 Artist in Residence der Wiener Symphoniker und dabei sowohl als Geiger wie als Dirigent zu erleben.

Julia Fischer (c) Felix Broede
Artist in Residence 2017-18

Julia Fischer

Neben einem Abend mit Kammermusik, bei dem das Publikum die vielseitige Künstlerin auch als Pianistin erleben kann, stehen drei richtungsweisende Klassiker der Geigenliteratur im Mittelpunkt der Residence bei den Symphonikern.

Thibaudet (c) Felix Broede
Artist in Residence 2016-17

Jean-Yves Thibaudet

Jean-Yves Thibaudet, zählt ob der leichtfüßigen Eleganz, der außergewöhnlichen Palette von Klangfarben und der immensen interpretatorischen Poesie seines Spiels zweifelsohne zu den ganz großen Pianisten unserer Zeit.