Virtuelles Fest der Freude

8. Mai 2020

29.4.2020

Anlässlich der 75. Wiederkehr der Befreiung von der nationalsozialistischen Terrorherrschaft veranstaltet das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) in Zusammenarbeit mit den Wiener Symphonikern zum achten Mal das Fest der Freude am 8. Mai 2020. Wegen der behördlichen Anordnungen der Bundesregierung zur Covid-19-Pandemie wird das Fest der Freude, im Gedenken an die Opfer und die Freude über die Befreiung der NS-Terrorherrschaft, 2020 virtuell stattfinden. Los geht es um 18.05 Uhr im Livestream, der auf www.festderfreude.at und in ORF III zu sehen sein wird.

Am 8. Mai 1945 kapitulierte die Deutsche Wehrmacht und der Zweite Weltkrieg endete in Europa. Das Fest der Freude widmet sich heuer neben dem Tag der Befreiung auch dem inhaltlichen Schwerpunkt "Menschlichkeit ohne Grenzen". Das Highlight des virtuellen Fests der Freude ist die Rede der Zeitzeugin Erika Kosnar. Ebenfalls werden Videos zum thematischen Schwerpunkt "Menschlichkeit ohne Grenzen" der Botschaften der Befreier-Nationen und vielen anderen gezeigt. Das virtuelle Fest wird mit der Begrüßung von MKÖ-Vorsitzendem Willi Mernyi und den Worten von Bundespräsident Dr. Alexander Van der Bellen feierlich eröffnet.

Auch die Wiener Symphoniker, die traditionell das Fest der Freude mit einem großen Open-Air-Konzert musikalisch bereichern, sind bei der heurigen, virtuellen Ausgabe vertreten. Neben Aufzeichnungen aus den Jahren 2017 und 2019 spielen die Musikerinnen und Musiker hierfür selbst kurze eigene Videos ein, die zu einem großen Musikbeitrag zusammengefügt werden. So erklingt zu Beginn der Ausstrahlung die Aufzeichnung der 2019 unter Leitung der Dirigentin Eva Ollikainen gespielten „Fanfare for a Common Man“ von Aaron Copland. Die „Ode an die Freude“ mit dem Dirigenten Ádám Fischer und der Sopranistin Camilla Nylund aus dem Jahr 2017, schließt die heurige Ausgabe. Eigens für das virtuelle Fest der Freude werden die Wiener Symphoniker zudem den Zweiten Satz „Allegretto“ aus Ludwig van Beethovens Siebter Symphonie A-Dur op. 92 präsentieren. Die verschiedenen Instrumente werden dafür einzeln von den Orchestermitgliedern aufgenommen und zu einem gemeinsamen Beitrag zusammengefügt. Neben den musikalischen Beiträgen der Wiener Symphoniker ist auch der Dirigent Alexander Liebreich, der das heurige Festkonzert dirigieren sollte, mit einer Grußbotschaft vertreten.

Jan Nast, seit September 2019 Intendant der Wiener Symphoniker, kommentiert: „Auch in schwierigen Zeiten ist es wichtig, der Geschichte würdevoll zu gedenken: um die Opfer zu würdigen, aber auch um Kraft, Vision und Mut für die Zukunft zu schöpfen. So wollen wir auch dieses Mal beim Fest der Freude mit den Mitteln der Musik gemeinschaftliche Erlebnisse und Erfahrungen zwischen allen Menschen schaffen. “

Dieses Jahr wird das Fest der Freude erstmals nicht am Heldenplatz stattfinden, sondern am 8. Mai ab 18.05 Uhr im Livestream auf www.festderfreude.at und in ORF III zu sehen sein.