Aufbruch!

Grußwort Jan Nast

25.3.2020

Liebe Freundinnen und Freunde der Wiener Symphoniker,

Neu zu sein, bedeutet immer auch die Neugier auf das Vergangene zu haben. Deshalb waren mir als neuer Intendant der Wiener Symphoniker zwei Dinge besonders wichtig: die Menschen des Orchesters und ihre lange Tradition. Als ich im Archiv gestöbert habe, durfte ich über die ewige Modernität des Orchesters seit seiner Gründung im Jahre 1900 staunen.

Aufbruch

 

Die Symphoniker haben die Werke visionärer Komponisten uraufgeführt und dabei stets den Kontakt zum Publikum gesucht, etwa in den „volksthümlichen Concerten“ im Volksgarten. Musik war und ist für dieses Orchester nie nur Tapete, sondern eine Haltung gegenüber der eigenen Zeit. Musik steht für die Symphoniker traditionell mitten im Leben – mitten in der Welt, mitten in Europa, mitten in Wien.

Neu zu sein, bedeutet, nicht immer alles neu machen zu müssen. 120 Jahre Orchestergeschichte sind Inspiration genug. Und daran wollen wir, die Musiker, unser neuer Chefdirigent Andrés Orozco-Estrada und ich, uns orientieren. In über 100 Auftritten in Wien, mit rund 70 Konzerten und Opernaufführungen im restlichen Österreich und auf internationalen Bühnen wollen wir einen Geist vermitteln: Neugier, Offenheit und Dialog – dafür stehen die Wiener Symphoniker.

Die Verbundenheit der Wiener Symphoniker mit der Wiener Moderne, mit der Gegenwart und der Vergangenheit spiegelt sich auch in unserem neuen Erscheinungsbild wider – ich hoffe, dass es Ihnen gefällt und freue mich auf viele spannende und neue Begegnungen mit Ihnen.

Ihr JAN NAST

Intendant der Wiener Symphoniker