Philippe Jordan

Chefdirigent

Als Musikdirektor der Pariser Oper seit 2009 und Chefdirigent der Wiener Symphoniker seit der Saison 2014/15 zählt Philippe Jordan zu den etabliertesten und gefragtesten Dirigenten seiner Generation. So wurde er ab 2020 als Musikdirektor der Wiener Staatsoper verpflichtet.

Philippe Jordan, seit 2014 Chefdirigent der Wiener Symphoniker

Stationen seiner Karriere

Seine Karriere als Kapellmeister begann 1994/95 am Stadttheater Ulm. Von 1998 bis 2001 war Philippe Jordan Assistent und Kapellmeister bei Daniel Barenboim an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin. Von 2001 bis 2004 war er Chefdirigent des Grazer Opernhauses und des Grazer Philharmonischen Orchesters. In dieser Zeit debütierte er an einigen der wichtigsten internationalen Opernhäusern und bei Festivals, wie z.B. der Houston Grand Opera, den Festivals von Aix-en-Provence und Glyndebourne, der Metropolitan Opera New York, dem Royal Opera House Covent Garden, dem Teatro alla Scala, der Bayerischen Staatsoper München, den Salzburger Festspielen, der Wiener Staatsoper und dem Festspielhaus Baden-Baden. Von 2006 bis 2010 war Philippe Jordan Principal Guest Conductor an der Berliner Staatsoper Unter den Linden. Im Sommer 2012 debütierte Philippe Jordan bei den Bayreuther Festspielen (Parsifal). Im Frühjahr 2019 kehrt er an die Metropolitan Opera zurück und dirigiert Der Ring des Nibelungen.

Zusammenarbeit mit folgenden Orchestern

Als Konzertdirigent arbeitete Philippe Jordan u. a. mit den Berliner Philharmonikern, den Wiener Philharmonikern, der Staatskapelle Berlin, den Münchner Philharmonikern, den Wiener Symphonikern, dem RSO Wien, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Philharmonia Orchestra London, dem Orchestra Dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom, dem Orchestre de la Suisse Romande, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Chamber Orchestra of Europe, dem Mahler Chamber Orchestra, dem Gustav Mahler Jugend Orchester, dem NDR Sinfonieorchester Hamburg und dem Salzburger Mozarteumorchester zusammen. In Nordamerika dirigierte er bisher die Symphonieorchester von Seattle, St. Louis, Dallas, Detroit, Chicago, Cleveland, Philadelphia, Washington, Minnesota, Montreal, New York und San Francisco. Im Herbst 2018 dirigiert er das London Symphony Orchestra.

Mit den Wiener Symphonikern erarbeitete Philippe Jordan u.a. einen kompletten Zyklus der Symphonien Schuberts, die Symphonien und Klavier Konzerte Beethovens, letztere kombiniert mit den Hauptwerken für Orchester von Béla Bartók und begann einen Zyklus mit den großen Messen und Oratorien von Johann Sebastian Bach.  In der Saison 2016/17 führte er mit dem Orchester alle Symphonien Ludwig van Beethovens im Musikverein Wien auf. 2017/18 folgte ein weiterer Beethoven-Symphonien-Zyklus im Wiener Konzerthaus, sowie ein dreiteiliges Bruckner-Projekt im Musikverein, bei dem die Siebente, Achte und Neunte Symphonie mit Werken der klassischen Moderne von Kurtág, Ligeti und Scelsi in einen kontrastreichen Dialog gestellt werden. Im Zentrum seiner Arbeit mit dem Orchester in der Spielzeit 2018/19 steht der Komponist Hector Berlioz. Aufgeführt werden dabei neben mittlerweile fest im Spielplan verankerten Werken wie Le Damnation de Faust und die Symphonie fantastique auch selten gespielte Kompositionen wie das opulent besetzte Requiem, das lyrische Melodram Lélio ou Le retour à la vie und der Liederzyklus Les Nuits d'été.

An der Pariser Oper, wo er in der Saison 2017/18 Pelléas et Mélisande, Don Carlos (französische Urfassung), Benvenuto Cellini, Parsifal und Così fan tutte leitet, folgt 2018/19 Tristan und Isolde, Les Troyens, Don Giovanni und die Uraufführung von Michael Jarrells Bérénice, Im Sommer 2017 erarbeitete Philippe Jordan in Bayreuth eine Neuproduktion der „Meistersinger“, welche er auch diesen Sommer erneut leiten wird.

Von Philippe Jordan liegen die folgenden Einspielungen vor: Carmen (Glyndebourne Festival), Werther (Wiener Staatsoper), Doktor Faust (Opernhaus Zürich) und Salomé (Royal Opera Covent Garden), Tannhäuser (Baden-Baden) und Le Nozze di Figaro (Opéra de Paris). Seine Aufnahme von Pelléas et Mélisande an der Opéra de Paris gewann den „CHOC de l’année” Preis für Klassische Musik DVDs. Für das Label Naïve nahm er die kompletten Klavierkonzerte Beethovens mit François-Frédéric Guy als Solisten und dem Orchestre Philharmonique de Radio France sowie Strauss’ Alpensinfonie mit dem Opéra National de Paris Orchestra, die den „CHOC de l’année Classica” erhielt. Auch seine Veröffentlichung von Sacre du Printemps wurde mit dem „CHOC du Monde de la Musique“ geehrt. Auf dem Label Erato veröffentlichte Philippe Jordan mit dem Orchester der Pariser Oper kürzlich eine Aufnahme von Verdis Requiem und eine weitere mit symphonischen Auszügen aus Wagners Ring. Im Mai 2015 erschien seine Aufnahme mit dem Orchester der Pariser Oper von Ravels Daphnis and Chloé und La Valse. 2016 erschien sein Beethoven-Symphonien-Zyklus mit dem Orchester auf DVD.

Aufnahmen mit den Wiener Symphonikern

Mit den Wiener Symphonikern hat er bislang die folgenden Aufnahmen veröffentlicht: Tschaikowskis 6. Symphonie „Pathétique“ im September 2014, gefolgt von einer Aufnahme mit Schuberts 7. und 8. Symphonie im August 2015. Im Herbst 2017 erschien der erste Teil – die Symphonien Nr. 1 und 3 – seines auf fünf CDs angelegten, von der Kritik gefeierten kompletten Beethoven-Symphonien-Zyklus mit dem Orchester. Mit den Symphonien 4 und 5 folgte der zweite Teil im Winter 2018. Für die Spielzeit 2018/19 geplant ist die Veröffentlichung der Symphonien 2 und 7 im Herbst 2018 sowie 6 und 8 im Winter 2019. Zum 250. Jubiläums des Geburtsjahrs Beethovens im Jahr 2020 soll der Zyklus vollständig vorliegen.  Aufgenommen wird zudem ein Berlioz-Projekt im Musikverein, das die Symphonie fantastique mit ihrem zweiten Teil Lélio kombiniert, das 2019 auf CD veröffentlicht werden soll.

Konzerttermine mit Philippe Jordan
Philippe Jordan Konzert Musikverein Wien (c) Johannes Ifkovits
Wiener Konzerthaus, Großer Saal
Jordan, Kleiter, Lehmkuhl, Güra, Schuen, Wiener Singakademie / Bach "Weihnachtsoratorium: Kantaten IV-VI BWV 248"
Philippe Jordan Konzert Musikverein Wien (c) Johannes Ifkovits
Wiener Konzerthaus, Großer Saal
Jordan, Kleiter, Lehmkuhl, Güra, Schuen, Wiener Singakademie, Rett / Bach "Weihnachtsoratorium: Kantaten IV-VI BWV 248"
Philippe Jordan Konzert Musikverein Wien (c) Johannes Ifkovits
Wiener Konzerthaus, Großer Saal
Jordan, Kleiter, Lehmkuhl, Güra, Schuen, Wiener Singakademie / Bach "Weihnachtsoratorium: Kantaten IV-VI BWV 248"
Philippe Jordan Konzert Musikverein Wien (c) Johannes Ifkovits
Wiener Konzerthaus, Großer Saal
Jordan, Aldrich, Pirgu, Boesch, d'Arcangelo / Berlioz "La damnation de Faust"
Philippe Jordan Konzert Musikverein Wien (c) Johannes Ifkovits
Wiener Konzerthaus, Großer Saal
Jordan, Aldrich, Pirgu, Boesch, d'Arcangelo / Berlioz "La damnation de Faust"
Philippe Jordan Konzert Musikverein Wien (c) Johannes Ifkovits
Musikverein Wien, Großer Saal
Jordan, Hymel, Singverein / Berlioz Requiem
Philippe Jordan Konzert Musikverein Wien (c) Johannes Ifkovits
Musikverein Wien, Großer Saal
Jordan, Hymel, Singverein / Berlioz Requiem
Lahav Shani (c) Marco Borggreve
Erster Gastdirigent

Lahav Shani

Der israelische Dirigent und Pianist Lahav Shani tritt mit der Saison 2017-18 die Position als Erster Gastdirigent der Wiener Symphoniker an.

Andrés Orozco-Estrada2 (c) Martin Sigmund
Designierter Chefdirigent

Andrés Orozco-Estrada

Andrés Orozco-Estrada wird ab der Spielzeit 2021-22 Chefdirigent der Wiener Symphoniker. Schon in der Saison 2020-21 wird er als Designierter Chefdirigent mit dem Orchester zusammenarbeiten.

Georges Prêtre
Tiefe Verbundenheit

Ehrendirigenten

Dass es sich bei Prêtre-Konzerten nicht um „herkömmliche“ Konzerte handelte, steht außer Zweifel und als Wolfgang Sawallisch 2005 aus gesundheitlichen Gründen seine aktive musikalische Laufbahn beendete, ging wahrhaft eine Ära zu Ende.