In die Zeit gefallen
In die Zeit gefallen
VON MÄRCHEN, EXPERIMENTEN UND KLANGSCHÖNHEIT
Die Wiener Symphoniker haben das Ohr seit jeher am Puls der Zeit. Unter anderen führte es Werke von Arnold Schönberg zum ersten Mal auf – heute längst ein Klassiker. Im September feiert das Orchester den Geburtstag des Komponisten. Unter dem Motto Happy Birthday, Arnold! stehen im Arnold Schönberg Center ein Werk des Jubilars, und eine Eigenkomposition von Chefdirigent Petr Popelka auf dem Programm. Seine Affinität zu Musik, die direkt in unsere Zeit fällt, zeigt und erklärt Popelka auch mit voller Begeisterung in seinem intimen, musikalischen Gesprächs-Format, der Hör-Bar im Musikverein Wien.
Zum 20. Jubiläum von Exilarte spielen die Symphoniker unter Katharina Wincor Werke von Hans Winterberg und Wilhelm Grosz, und die Dirigentin Anja Bihlmaier stellt das Rumänische Konzert des Neutöners György Ligeti der Romantik von Robert Schumann gegenüber. Wie harmonisch und berauschend unsere Zeit klingen kann, zeigt Petr Popelka mit der Uraufführung des Neuen Klavierkonzertes des japanischen Komponisten Toshio Hosokawa.
Für die Gegenwärtigkeit der Musik steht auch die neue Artistic Partner der Wiener Symphoniker, die Dirigentin Elim Chan, wenn sie in ihrem musikalischen Märchenabend Musik von Sofia Gubaidulina, Alfred Schnittke und Sergej Prokofjew in Dialog bringt. Auch die Geigerin Patricia Kopatchinskaja ist eine Komponistin unserer Gegenwart: Ihr Stück Five Dreams hat sie sich selbst in die Finger geschrieben und führt es nun gemeinsam mit dem 1. Solocellisten der Wiener Symphoniker Christoph Stradner und dem Dirigenten Maxim Emelyanychev auf.
Ebenfalls direkt aus unserer Zeit kommt die Familienoper im MusikTheater an der Wien: Bei den Aufführungen von Pierangelo Valtinonis Der kleine Prinz sind die Wiener Symphoniker als Opernorchester zu erleben.