Die kleine Form
Die kleine Form
DEN KLANG IM ZUHÖREN ENTWICKELN
Jedes große Orchester wächst aus dem Kleinen. Es gibt wohl keine bessere Schule für den opulenten symphonischen Klang als die Durchhörbarkeit in der Kammermusik: die musikalischen Skizzenbücher der großen Komponist:innen.
Die Wiener Symphoniker sind in vielen Kammermusik-Konstellationen zu hören. Unterhaltsam bei den Beisl-Konzerten, und erneut auch im Seestudio bei den Bregenzer Festspielen. Heuer gibt es wieder drei „Ganz Persönlich“-Konzerte, unter anderen mit den Acht Cellisten der Wiener Symphoniker, die Werke von Verdi, Puccini und Villa-Lobos spielen. Ein weiteres Kammerkonzert präsentiert Stücke von Elgar und Dvořák, und ein Quartett-Abend verbindet Kompositionen von Janáček und Stöhr. Die Gegenwart trifft hier auf die großen Klassiker!
Ein begeisterter Kammermusiker ist der Chefdirigent der Wiener Symphoniker, Petr Popelka. Der ehemalige Bassist der Staatskapelle Dresden liebt es, gemeinsam mit Musiker:innen aus dem Orchester zu proben und aufzutreten – gern auch vom Klavier aus. So wie im Geburtstagskonzert von Arnold Schönberg im Arnold Schönberg Center, bei dem auch die Uraufführung einer Komposition von Popelka (Dunkelsang) zu hören ist – interpretiert von der Mezzosopranistin Christina Bock.
Für wie wichtig Popelka Kammermusik hält, lässt sich auch in seinem musikalischen Talk-Format, der Hör-Bar, erleben: Hautnah taucht er im Musikverein Wien in entspannter Atmosphäre in die Tiefen der Musik ein. Nirgends lässt sich Klang so intim, leidenschaftlich und klug verstehen wie hier.