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Fabio Luisi

Chefdirigent der Wiener Symphoniker

Die erste Zusammenarbeit Fabio Luisis mit den Wiener Symphonikern fand im Rahmen zweier Opernproduktionen der Bregenzer Festspiele (Giordanos Fedora 1993 und Zandonais Francesca da Rimini 1994) statt, betraf also keineswegs das „Kernrepertoire“ des Orchesters. Es sollten weitere acht Jahre vergehen, ehe Luisi 2002 zwei folgenreiche Konzertproduktionen im Musikverein (mit Bruckners 2. Symphonie bzw. Berlioz’ Symphonie fantastique als den beiden Hauptwerken) dirigierte.

Luisi MV 1 (c) Martina DraperEs ist nicht allzu häufig der Fall, dass 128 Individualisten, deren Meinungen über musikalische Qualität mitunter stark divergieren, einem Dirigenten nach einer so kurzen Phase des Kennenlernens einstimmig eine Chefdirigentenstelle antragen – zuletzt war dies vor einem halben Jahrhundert bei Wolfgang Sawallisch geschehen. Die Jahre seit 2005 haben eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass es sich um eine kluge Entscheidung handelte. Fabio Luisi war der erste Chefdirigent, der gleich am Beginn seiner Amtszeit eine Seebühnenproduktion der Bregenzer Festspiele (Verdis Troubadour 2005 und 2006) leitete und dem es mit seiner Überzeugungskraft gelang, einen lang gehegten Wunsch der Musiker durchzusetzen: nämlich unabhängig von Witterungsunbillen und unter räumlich weit besseren Bedingungen, als sie die „Betonwanne“ unter der Seebühne bot, im Festspielhaus spielen zu können, was der musikalischen Qualität sehr dienlich war. Die drei von Luisi dirigierten Bregenzer Orchesterkonzerte im Jahr 2006 brachten gleichsam als Visitenkarte seines breit gefächerten symphonischen Repertoires einen repräsentativen Querschnitt durch die österreichische Musik von Haydn bis Mahler und Herbert Willi.

Als programmatische Schwerpunkte seiner Chefdirigentenzeit bezeichnete Luisi den verstärkten Einsatz für die eher vernachlässigte Musik Schumanns und Mendelssohns und jene von Franz Schmidt, dessen Buch mit sieben Siegeln - neben dem gesamten symphonischen Werk - zur Aufführung gelangte. Große Chorwerke - von Mozarts Requiem über Beethovens Missa solemnis, das Deutsche Requiem von Brahms, die Mendelssohn-Oratorien, Verdis Messa da Requiem bis zu Mahlers 8. Symphonie - bildeten weitere markante Konzertereignisse. Im Bereich der Oper erarbeitete Luisi mit den Wiener Symphonikern im Theater an der Wien unter anderem Mozarts La finta semplice und die Zauberflöte, weiters  Cherubinis Médée und Rossinis Il turco in Italia. Ein „Hit“ der besonderen Art war im April 2008 die konzertante Aufführung von Bellinis I Capuleti e i Montecchi mit Anna Netrebko und Elina Garanča im Konzerthaus.

Die Leitung von Tourneen fällt natürlich ebenfalls in die Kompetenz des Chefdirigenten: die stets im Jänner stattfindenden Konzerte in österreichischen Landeshauptstädten, umjubelte Kurztourneen wie z.B. nach Zagreb, Laibach und Budapest im Februar 2006, bei der Lang Lang ein Chopin-Klavierkonzert spielte, und je zwei erfolgreiche Japan- und Spanien-Tourneen. Im November 2011 folgt ein weiterer Höhepunkt in der Zusammenarbeit: eine ausgedehnte USA-Tournee mit Konzerten unter anderem in New York und Chicago. Aber auch populäre Veranstaltungen wie Open-Air-Konzerte und das traditionelle „Frühling in Wien“-Konzert sind erfreulicherweise meistens „Chefsache“.

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