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Mittwoch, 18. Juli 2012 | 10.30 Uhr Eröffnungskonzert der Bregenzer Festspiele Festspielhaus Bregenz
Donnerstag, 19. Juli 2012 | 21.15 Uhr Schirmer / Giordano "André Chenier" Seebühne Bregenz
Freitag, 20. Juli 2012 | 21.15 Uhr Schirmer / Giordano "André Chenier" Seebühne Bregenz
Mittwoch, 18. Juli 2012 | 19.30 Uhr Stenz / Glanert "Solaris" Festspielhaus Bregenz
Sonntag, 22. Juli 2012 | 11.00 Uhr Stenz / Glanert "Solaris" Festspielhaus Bregenz
Montag, 23. Juli 2012 | 19.30 Uhr Stenz / Schubert (Glanert), Bruckner Festspielhaus Bregenz
Montag, 30. Juli 2012 | 19.30 Uhr Currentzis, Stradner / Weinberg, Prokofjew Festspielhaus Bregenz
Montag, 6. August 2012 | 19.30 Uhr Gruber / Eisler, Weill, Gruber Festspielhaus Bregenz
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Eine Partnerschaft seit über 65 Jahren
Bereits seit 1946 sind die Wiener Symphoniker jeden Sommer das "Orchestra in Residence" der Bregenzer Festspiele. Dort treten Sie nicht nur als Opernorchester beim Spiel am See und bei der Oper im Festspielhaus in Erscheinung, sondern sind auch mit mehreren Orchesterkonzerten im Programm des Festivals vertreten.
Die Anfänge
Wie immer in solchen Fällen ergab sich die Partnerschaft durch Zufall: im August 1946 unternahm das Orchester eine „Österreich-Reise“, die nach Innsbruck, Jenbach Kufstein und eben (als erste Station!) nach Bregenz führte, wo zwei Konzerte, geleitet von Hans Swarowsky bzw. Otmar Suitner, im Rahmen einer „Festwoche“ stattfanden. Noch gab es keine Seebühne, die wurde erst 1947 auf den legendären Kieskähnen am Gondelhafen installiert und mit der Entführung aus dem Serail eröffnet. Bei Schlechtwetter wurde die Aufführung in der ebenso legendären, von den französischen Besatzungstruppen zwecks sportlicher Ertüchtigung errichteten Stadthalle gegeben. Dort fanden auch die ersten Orchesterkonzerte statt, immerhin dirigierte 1947 Clemens Krauss ein Programm mit der Unvollendeten, Don Juan und den Bildern einer Ausstellung.
Bregenz war in der unmittelbaren Nachkriegszeit für die Musiker der WS ein lukrativer Ort, denn dort gab es keine Lebensmittelknappheit – da nahm man eine ganztägige Fahrt schon in Kauf. Teilweise waren die Musiker in Bauernhöfen im Vorderen Bregenzerwald untergebracht und konnten im Verhältnis zu den heimischen Bedingungen geradezu schlemmen. Kulturpolitisch war die Achse Wien-Bregenz, symbolisiert durch die nun alljährliche mehrwöchige Anwesenheit eines Wiener Orchesters, von besonderer Relevanz, da Vorarlberg als entlegenes und verkehrsmäßig vom Osten schwer erreichbares Bundesland ohnehin beständig Separationsgelüste und Träume vom Anschluss an die Schweiz hatte.
Im Grunde blieben die Bregenzer Aufführungsbedingungen bis 1979 die gleichen, ab den späten 50er-Jahren kam noch das restaurierte Kornmarkttheater als Spielstätte von Hausopern hinzu. Das dort äußerst beschränkte Platzangebot auf der Bühne und im Zuschauerraum bestimmte die künstlerische Programmatik: in Kooperation mit der Mailänder Scala fand ab den 60er-Jahren alljährlich eine italienische Staggione mit sehr guten Kräften statt, es wurden vorwiegend Buffo-Opern der Rossini-Donizetti-Ära gegeben, aber auch ein prominent besetzter Falstaff 1968 unter Leitung Vittorio Guis ging in die Festspielgeschichte ein – womit wir bei der Eröffnungssaison des neuen Festspielhauses sind, denn sowohl 1968 wie auch 1980 verkörperte der unvergessene Giuseppe Taddei die Titelrolle.
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